Sonntag, 19. Dezember 2021

Posé

Strike a pose.
Versuche heute irgendwie zu entspannen und die letzten Korrekturen zu machen. Muss dann nur noch ein itzibitzi bisschen erledigen die Tage und dann sind Ferien. Die Liste der Materialien, die ich erstellen möchte ist immens lang geworden, aber zwischendurch hat einfach die Energie gefehlt. Der Prozess ist anstrengend, wenn man mittendrin einsteigt und nebenbei eine Pandemie herrscht und alles und jeder durch Umzug einfach wegbricht. Mir fehlen Freund*innen so sehr. Ich kann es gar nicht oft genug sagen, dass ich mich nie so einsam gefühlt habe wie derzeit und trotzdem weiß ich, ich bin ja nicht allein, die Menschen sind nur anderswo und man muss sie eben besuchen. Puh. Pandemie halt, ihr merkt es ne?
Mimimi einfach nur mimimi. 

I can no more

Es ist Herbst. Es wird kalt und dunkel und grau.
Und so ist es derzeit bei mir.
In mir.
Im März habe ich eine Klasse übernommen, die wuseliger und hilfsbedürftiger nicht hätte sein können. Eine Klasse. Aufgeteilt. Wieder zusammenführen. Regeln etablieren. Inhalte vermitteln. Allein das kostet Kraft. Und dann noch zu sehen, was schief läuft, wenn Förderlehrerinnen keine Zeit haben, um Gutachten zu schreiben. Dann sitzen Kinder in Klassen, die Unterstützung brauchen und Hilfe. 13 von 18 die  mich brauchen, weil sie allein nur das Minimalste schaffen. Von Selbstorganisation, über Regeln einhalten, bis hin zu fachlichen Inhalten. Und meine Kraft neigt sich. So langsam streikt mein Körper, mein Ohr fiept. Mein Kopf glüht und ich könnte ständig heulen, weil ich allein gelassen werde in einem System, das an allen Ecken UND enden trieft vor Scheiße. Inklusion is das Ding, dass zwar gut ist (meine Meinung) aber nicht von einer einzelnen Person (mir) getragen werden sollte. Wie soll ich es schaffen 17 Stunden wöchentlich einzeln vorzubereiten und Material teilweise 5-fach zu differenzieren. It's a thing. Und nunja... Ihr merkt.... I can no more.... Wann sind nochmal Herbstferien?

Gedankenkotze Part Drölf

Das wird ein längerer Beitrag. Einer mit Herz und Verstand. Instagram war immer ein Tagebuch, bis ich das Gefühl hatte, mich einschränken zu müssen, weil ich dachte, dass Menschen sich aus dem Geschriebenen Schlüsse ziehen könnten, die meine Zukunft beeinträchtigen könnten. Instagram war lange eine Zuflucht. Ein Rückzugsort mit Zuspruch, offenen Ohren und Herzen, ein Ort an dem Mensch sind, die teilhaben, da sind, auch wenn sie es nicht physisch sind, sondern nur digital. Heute, acht Jahre später, bin ich dem wirklich entwachsen, ich habe so oft davon geschrieben, dass dieser Ort nicht mehr mein Ort ist, dass ich mich hier nicht mehr wohlfühle und es ist wahr. Ich habe einen Mitteilungsdrang, an dem sich nichts ändern wird, aber diesen kann Instagram nicht mehr stillen, weil ich die meiste Zeit keine Energie mehr aufbringen kann, um sinnvolle Beiträge zu verfassen. Ich habe mein Handy oft in der Hand, aber es hält keine instagrammablen Bilder fest, meist zeigt es Schulkram oder die Katze(n). Das ist okay, aber ich ertrage meine Präsenz hier nicht mehr und ich ertrage auch nicht, dass ich nach all der Zeit noch über die selben, langweiligen, unwichtigen Dinge schreibe, wie ich es anfangs schon tat. Menschen haben Ehen geschlossen, Kinder bekommen, Beziehungen beendet, Menschen verloren, Freunde gefunden.... die ganze Bandbreite, die das Leben ausmacht, meines aber,... naja ihr wisst schon, eher weniger, meine Belanglosigkeiten sind seit dem Studium noch belangloser geworden und Instagram ist nicht meine Plattform. Twitter wird es wohl auch nicht werden. Es fühlt sich komisch an und ich brauche noch Zeit, um mich von all dem und euch zu verabschieden, ich nehme euch noch mal mit in den Urlaub und grinche auch nochmal durch die Weihnachtszeit, aber dann mache ich Schluss. keine Janine dieser Welt braucht eine xlizlemon hinter der sie sich verstecken müsste. Ich bin kein glamour Profil, ich bin nicht normschön und ich bin neurodivers und ich glaube all das hat auf dieser Plattform so wenig Wichtigkeit, dass es ist nicht schlimm ist zu gehen. Bin schließlich eh viel zu alt dafür und lass den Y den Vorrang, die haben das eh viel besser drauf.

Samstag, 18. Dezember 2021

Best Nine 2021


Was wichtig war: Hamburg und Katzen und irgendwo dazwischen ich. Turbulentes 2021. Corona all over. Ein Abschluss. Ein Umzug. Menschen, die sich zurück gemeldet haben. Menschen, die sich verabschiedet haben, mal leise, mal laut. Eine neue Stelle, mit erst 19 dann 18 Seelen zum Erziehen und Unterrichten. Ein Berufseinstieg mit viel Chaos, viel Ahnungslosigkeit, mit an die Grenzen gehen und überstehen. Zwischen Listen und Lachen. Zwischen Snacks und Grammatik. It's all worse but getting better. Und die Hoffnung stirbt zuletzt. Noch 13 Tage bis Ende des Jahres und ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, weil meine Akkus sind so leer wie noch nie. Erwachsen sein ist die nervigste Herausforderung von allen und manchmal würde ich sie gerne abstreifen, wie so einen Onesie am Abend. Geht leider nicht, also irgendwie weitermachen. Hab Pläne in meinem Kopf und werde nie dieser Mensch hier, der cool wäre, deshalb Punktendeaus. Machts euch fein, machts euch kuschelig. Ciaomiao Liz

#bestnine

Donnerstag, 5. August 2021

Teufelsbrück

Halo I bims d1 Lieblingsemo. War letztens endlich in diesem Park, den ich mir schon ewig angucken wollte und ziemlich happy. Als wir da so spazierten, wurde mir erzählt, dass nur sieben Minuten Spaziergang durch den Wald dein Immunsystem immens stärken. Habe geschmunzelt. Heute auf dem Rad, habe ich es gemerkt. Der Duft, das Licht, die Geräusche. Mein Husten hat keinen Mucks gemacht, das Radfahren einfach nur Spaß gebracht. Es fehlt mir. Diese Ausgeglichenheit in der Natur fehlt mir. Im Sommer war ich öfter an der Elbe, weil das Wasser eine ähnliche Wirkung hat. Aber ich brauche das öfter, Vielleicht sogar täglich. Die vielen Linden vor meinem Fenster in Hamburg reichen nicht aus. Die Ruhe vor den Menschen auf unserem Balkon reicht mir nicht aus. Es muss sich etwas ändern. Ich mich auch, aber auch mein Umfeld. Ich liebe die Arbeit in der Schule. Sie gibt mir das, was ich immer gesucht habe. Das ist das, was ich will, bis ich alt bin. Aber über kurz oder lang muss ich aus dieser Stadt weg. Hassliebe Hamburg. Ich glaube du bist nur für Ausflüge schön. Nur für Besuche nett. Auf Zeit. Nicht für immer. Das weiß ich jetzt mal wieder mehr als vorher. Ehrlich. Wo fühlt ihr euch am wohlsten? Im Wald? In der Stadt? Auf dem Land? Am Meer?

Erzählt mal. Schaue jetzt einen Film und fahre dann zurück. Ob ich hier bleiben will? Ja. Ob es nicht geht. Ja. Tjanun. Workworkworkworkwork ❤

Sonntag, 30. Mai 2021

Von ersten und letzten Küssen

Ich habe in der letzten Zeit so irre viel gelesen von ersten und letzten Küssen. Gesehen, dass Menschen schwanger sind oder Kinder bekommen haben, heiraten, Glück, auf so vielen Ebenen. Mal allein, zu zweit, zu dritt, usw. Ich freue mich sehr für alle, denen ich folge oder es nicht tue. Ich bin ein Gönner, immer. Ich gönne allen, Gönnjamine, wenn man so will. Ich kann mich nicht beklagen, ich habe eine Wohnung, einen ziemlich safen Job, ein tolles Kollegium ne anstrengende aber wundervolle Klasse, ne tolle Familie und wunderbare Freunde. Ne Mongolito, die immer schmusiger wird, worauf ich jahrelang gewartet habe, dieses Ding mit den Pflanzen läuft und ich richte mich nach und nach ein. Es läuft. Und trotzdem bleibt in mir eine Sache, die immer traurig macht. Diese Liebeskiste. Dieser Kinderwunsch. Weil b nicht ohne a auf natürlichem Wege passiert, aber ich zunehmend Angst entwickle und das Gefühl bekomme dieses Menschen kennenlernen, eine Beziehung führen, mich auf jemanden einlassen zu können, nicht mehr zu schaffen (zu können). Ich frage mich wirklich nicht mehr, wie ein erster Kuss wäre, weil ich vergessen habe, wie es ist jemanden zu Küssen, wie es ist Nähe zu jemandem aufzubauen, jemandem blind zu vertrauen. Ich weiß nicht mehr wie das geht und ich weiß nicht, ob das wie Fahrrad fahren ist, das man einmal lernt und nie mehr verlernt. Ich erinnere mich, dass man mir mal sagte, dass ich mich nicht wundern brauche, wenn ich alle immer von mir wegstoße, aber ganz ehrlich, ich weiß nicht mal, wann ich gestoßen habe, ich hab wenn dann immer nur mein Herz beschützt und das ist schließlich mein kostbarstes Gut. Habs schließlich einmal verschenkt, war blauäugig und naiv und bekams in Einzelteilen zurück. Habe ja gebraucht, um den richtigen Kleber zu finden, die Stücken nach und nach zusammen zu setzen. Heute ist es nicht mehr so wie früher, hier und da fehlt etwas. Unperfekt perfekt aber noch gut in Schuss. Gebrauchter Zustand, Liebhaberstück. Aber gibt's heutzutage überhaupt noch jemanden, der das erträgt? Der sich das zumutet, jemand anderen wirklich kennenlernen (lieben) zu wollen. I don't know. Und weiß eben auch nicht, ob ichs überhaupt kann, nicht...
weil ich nicht wollen würde, sondern eben, weil ich nicht mehr weiß wie das geht. It's a trap. Erwachsen werden ist anstrengend und dann. Ja dann, schaffe ich manchmal auch das Gönnen nicht, weils mich innerlich zerreißt und ich heulen könnte, stundenlang. Bis ich wieder Ablenkung finde und dann geht's wieder und es ist wie ein Perpetomobile aus Scheiße und nem Kackgefühl und da hilft leider auch kein "Da kommt noch wer, wart's ab" da hilft nur, warten bis alle geimpft sind, die Clubs öffnen und du dir die Gedankenkotze für einen Abend aus dem Gehirn Saufen und Tanzen kannst. Nichts anderes hilft da, I am sure
Warum ich das schreibe? Meine rosarote Instabubble braucht ein wenig Realität, I guess und wer das hier gelesen hat, is ne coole Socke. Machts euch fein, machts euch kuschelig. Ciaomiao Liz

Freitag, 21. Mai 2021

Brainxdead

Wenn man den Donnerstag, wie einen Sonntag verbringt, dann fühlt sich der Freitag, wie ein Montag an und dann ist das Zeitgefühl komplett durcheinander. Dann bist du nicht mehr sicher, was du heute noch mal unterrichtest und zu allem Überfluss benutze ich seit August wieder einen Kalender. So einen richtigen, und in dem steht mein Leben, der ist mein Gedächtnis, wenn mir ab und zu die Erinnerung fehlt. Der speichert meine Termine ab und meine Arbeitszeiten. Aber jetzt gerade, liegt er hoffentlich in der Schule. Denn Zuhause ist er nicht und das hat mich nur 3x schon kurz verzweifeln lassen. Eben, weil ich ohne ihn nicht weiß, Wann ich morgen beim Möbelschweden sein soll oder wann noch mal der Arzttermin nächste Woche war. Vielleicht habe ich mir schon zu sehr meinen Grannylife angewöhnt. Weiß fast nichts mehr aus dem Kopf. Lege alles ab, Wort für Wort auf Papier in A6. Achja. Ich hab jetzt eine Malen-nach-Zahlen-App. Daher stammen die Katzen. Mag das Bild und die App. Wird meine Sucht, neben all den anderen, aber nun genug Mimini. Schönen Start in die Woche. Oder doch Wochenende? Ich weiß nicht mehr.
#confused #braindead #zumüde