#gedankenkotze #pseudopampe #diesachemitdemref
Sonntag, 19. Dezember 2021
Alles kann, nichts muss
Gemessen an meinen Fähigkeiten bin ich ein "alles kann, nichts muss" - Mensch. Ich schaffe fast alles, was ich mir vornehme in meinem Tempo. Immer. Das möchte ich meinen Schüler*innen mitgeben, fällt mir aber trotz allem nach wie vor schwer. Manches ist eben nicht so einfach. Manches braucht Unterstützung, manches braucht aber auch Zeit. Manches kann man nicht auf 45 (effektiv 30) Minuten pressen. Das funktioniert nicht. Ich wäre gerne besser in all dem und stehe mir nach wie vor selbst im Weg. Mein Kopf ist voller Sorgen und Gedanken. Plänen und To Do Listen und ich komme seit Monaten nicht mehr zur Ruhe. Egal wie oft ich mich hinlege und versuche zu schlafen. Egal wie oft ich versuche kurz am Schreibtisch durchzuatmen. Egal wie oft ich rauchend da stehe und runterkommen könnte. Diese innere Hitze, Hetze, sie geht nicht weg. Sie bleibt. Sie drückt, sie zerrt, sie verursacht Druck. In, auf mir latet es und ich möchte einfach nur noch ein Ende sehen. Die dunkle Wolke schwebt über mir und ich glaube immer öfter, dass dieser Job vielleicht doch nichts für mich ist und ich hoffe dies Gefühl gewinnt nicht, denn ich weiß doch, wie sehr ich es will, wie sehr ich das kann.... Durchhalten. Einatmen, ausatmen und evtl. Versuche ich mal wieder dieses Yoga Ding. Irgendwas, irgendwas das hilft.
Monstera
Wenn ich nicht so Sorge hätte, dass sie mir eingehen könnte, hätte ich sie geholt. Als kleines Wohnzimmer Highlight. Für mehr Wohlfühl Feeling 😍 möchte gerne große Pflanzen. Möchte doch gerne mehr Pflanzen, möchte nen muckeligen Balkon mit Pflanzen, vielleicht auch ein Hochbeet und Kräuter, mal schauen, richtig Bock mit Katzennetz draußen mit Mongolito abzuhängen und vielleicht mal wieder lesen. Bin zur Zeit kopftechnisch so übertrieben fertig. Viel zu viel Coronasorgen, Sorgen über die Kids meiner Klasse. Planung von Elterngesprächen, von Wochenplänen. Ende Mai ist ein Ausflug geplant. Wäre wirklich wunderbar, wenn es klappt. Dieser Durchgang ist wie der letzte völlig vermurkst, die Kinder verpassen so viel, nicht nur inhaltlich, sondern auch Ausflüge, Spaziergänge, all die schönen Aktionen, wie nen Spielplatzbesuch oder ein Stadtteilrundgang. Allein schon, dass die Teilgruppen teilweise die Namen ihrer Mitschüler*innen nicht mehr kennen, itssosad.
#mimimi #ningelmodus #monsteradeliciosavariegata
Zara Kleid
Zarakleid. Mein absolutes Wochenendhighlight, weil ich insgeheim genau so eins wollte und dann finde ich es auch noch. Juhu juhu.
Ansonsten alles ziemlich ruhig. Mache viel mit der Kernfamilie, habe am Wochenende viel geshoppt und mal Menschen außerhalb der Kernbubble getroffen. @modedroge kenne ich ja schon länger und das is eh immer schön und dann war noch @kelly.madigan dabei und wir waren in Linden und im Gretchen und es gab Pizza und das war SO schön. Nach 1,5 Jahren, in denen ich fast ausschließlich Kontakt zu Kolleg*innen oder meiner Familie hatte. Ich liebs. Ich möchte das öfter. Aber allen voran möchte ich nach wie vor Impfe für alle und ein weiteres Sinken der Inzidenzen, ohne, dass das dazu führt, dass die Menschen nachlässig werden. Nein, Birgit, Corona ist nicht vorbei, ne Maske ist schon cool, auch weiterhin. Damit schützt du nunmal dich und andere. Egal ob Impfe oder nicht. Und ja Paul du kannst dich mit deinen Buddys aufn Bierchen oder drölf treffen, aber: ihr könnt auch Masken tragen, wenn ihr zu nah an andere kommt, das wird dir dein Bier nicht verderben, ischör.
War nämlich leicht baff, wie wenig Abstände eingehalten werden und wie wenig die Leute an ihre Masken denken, die Nase bedecken, etc. Ja die Situation fucked uns alle ab, aber es ist eben nunmal nicht vorbei nur weil das Thermometer über 25°C anzeigt. Sorry. Irgendwann wirds wieder besser, ehrlich, aber jetzt heißt es eben noch ein bisschen durchhalten und dann wird wieder umarmt und geherzt, was das Zeug hält (wer mag) und feiern und tanzen. Durchhalten bleibt Devise. Aber nun muss ich wieder Zeug korrigieren, machts euch also fein und kuschlig und genießt das Wetter so, wie ihr mögt, drinnen, draußen, mit und ohne Menschen. You do you. Ciaomiao Lizzie #gedankenkotze #pseudopampe
Freundschaft
Was bedeutet Freundschaft für dich?
Ich hab mich seit Jahren schwer damit getan Menschen als gute vielleicht sogar beste Freunde zu bezeichnen, da meine Vergangenheit gezeigt hat, daß sie schneller weg sind, als mit lieb ist/war. Freundschaft ist für mich nicht der Zwang sich ständig melden zu müssen, sondern zu wollen und zu merken, es ist alles wie immer, als hätte man sich gestern zuletzt gesehen und nicht vielleicht Tage, Wochen, Monate getrennt verbracht. Freundschaft ist auch, negative Seiten und Charakterzüge zu verstehen und zu akzeptieren und zu wissen, dass man Menschen nicht verändern muss, um sie trotzdem zu lieben. Freundschaft ist ein unsichtbares Band das kilometerweit reicht. Egal ob in der selben Stadt, im selben Land oder auf dem selben Kontinent. Freundschaft ist Gespräche zu führen oder es zu lassen. Sich zu sehen und gemeinsam zu schweigen und die gemeinsame Zeit aufzusaugen. Freundschaften sind Gespräche über Ernstes und über Mumpitz. Sich für den anderen aufregen und für den/die einzustehen. Freundschaft ist Liebe nur anders. Manchmal denke ich, ich habe keine Freunde, weil sie eben oft so weit weg scheinen und dann sind sie da und knallen rein. Mitten ins Herz und ich könnt weinen, für jede Person, die einfach da ist. Mir verzeiht, dass ich schlecht in Geburtstagen und Feiereien bin. Dass ich wichtige Termine verschussel und mich viel zu oft rechtfertige und entschuldige, weil ich immer denke, ich sei eine Belastung. Danke für euch. Danke. Hoffe, dass ihr Freundschaften habt, egal wie und in welchem Umfang, egal wo. Freundschaft ist wie Liebe nur krasser. Weil schöner und größer. Liebe ist Freundschaft. Okay schnulzi Ende. Machts euch fein, machts euch kuschelig. Ciaomiao Liz
#gedankenkotze #pseudopampe
Posé
Strike a pose.
Versuche heute irgendwie zu entspannen und die letzten Korrekturen zu machen. Muss dann nur noch ein itzibitzi bisschen erledigen die Tage und dann sind Ferien. Die Liste der Materialien, die ich erstellen möchte ist immens lang geworden, aber zwischendurch hat einfach die Energie gefehlt. Der Prozess ist anstrengend, wenn man mittendrin einsteigt und nebenbei eine Pandemie herrscht und alles und jeder durch Umzug einfach wegbricht. Mir fehlen Freund*innen so sehr. Ich kann es gar nicht oft genug sagen, dass ich mich nie so einsam gefühlt habe wie derzeit und trotzdem weiß ich, ich bin ja nicht allein, die Menschen sind nur anderswo und man muss sie eben besuchen. Puh. Pandemie halt, ihr merkt es ne?
Mimimi einfach nur mimimi.
I can no more
Es ist Herbst. Es wird kalt und dunkel und grau.
Und so ist es derzeit bei mir.
In mir.
Im März habe ich eine Klasse übernommen, die wuseliger und hilfsbedürftiger nicht hätte sein können. Eine Klasse. Aufgeteilt. Wieder zusammenführen. Regeln etablieren. Inhalte vermitteln. Allein das kostet Kraft. Und dann noch zu sehen, was schief läuft, wenn Förderlehrerinnen keine Zeit haben, um Gutachten zu schreiben. Dann sitzen Kinder in Klassen, die Unterstützung brauchen und Hilfe. 13 von 18 die mich brauchen, weil sie allein nur das Minimalste schaffen. Von Selbstorganisation, über Regeln einhalten, bis hin zu fachlichen Inhalten. Und meine Kraft neigt sich. So langsam streikt mein Körper, mein Ohr fiept. Mein Kopf glüht und ich könnte ständig heulen, weil ich allein gelassen werde in einem System, das an allen Ecken UND enden trieft vor Scheiße. Inklusion is das Ding, dass zwar gut ist (meine Meinung) aber nicht von einer einzelnen Person (mir) getragen werden sollte. Wie soll ich es schaffen 17 Stunden wöchentlich einzeln vorzubereiten und Material teilweise 5-fach zu differenzieren. It's a thing. Und nunja... Ihr merkt.... I can no more.... Wann sind nochmal Herbstferien?
Gedankenkotze Part Drölf
Das wird ein längerer Beitrag. Einer mit Herz und Verstand. Instagram war immer ein Tagebuch, bis ich das Gefühl hatte, mich einschränken zu müssen, weil ich dachte, dass Menschen sich aus dem Geschriebenen Schlüsse ziehen könnten, die meine Zukunft beeinträchtigen könnten. Instagram war lange eine Zuflucht. Ein Rückzugsort mit Zuspruch, offenen Ohren und Herzen, ein Ort an dem Mensch sind, die teilhaben, da sind, auch wenn sie es nicht physisch sind, sondern nur digital. Heute, acht Jahre später, bin ich dem wirklich entwachsen, ich habe so oft davon geschrieben, dass dieser Ort nicht mehr mein Ort ist, dass ich mich hier nicht mehr wohlfühle und es ist wahr. Ich habe einen Mitteilungsdrang, an dem sich nichts ändern wird, aber diesen kann Instagram nicht mehr stillen, weil ich die meiste Zeit keine Energie mehr aufbringen kann, um sinnvolle Beiträge zu verfassen. Ich habe mein Handy oft in der Hand, aber es hält keine instagrammablen Bilder fest, meist zeigt es Schulkram oder die Katze(n). Das ist okay, aber ich ertrage meine Präsenz hier nicht mehr und ich ertrage auch nicht, dass ich nach all der Zeit noch über die selben, langweiligen, unwichtigen Dinge schreibe, wie ich es anfangs schon tat. Menschen haben Ehen geschlossen, Kinder bekommen, Beziehungen beendet, Menschen verloren, Freunde gefunden.... die ganze Bandbreite, die das Leben ausmacht, meines aber,... naja ihr wisst schon, eher weniger, meine Belanglosigkeiten sind seit dem Studium noch belangloser geworden und Instagram ist nicht meine Plattform. Twitter wird es wohl auch nicht werden. Es fühlt sich komisch an und ich brauche noch Zeit, um mich von all dem und euch zu verabschieden, ich nehme euch noch mal mit in den Urlaub und grinche auch nochmal durch die Weihnachtszeit, aber dann mache ich Schluss. keine Janine dieser Welt braucht eine xlizlemon hinter der sie sich verstecken müsste. Ich bin kein glamour Profil, ich bin nicht normschön und ich bin neurodivers und ich glaube all das hat auf dieser Plattform so wenig Wichtigkeit, dass es ist nicht schlimm ist zu gehen. Bin schließlich eh viel zu alt dafür und lass den Y den Vorrang, die haben das eh viel besser drauf.
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